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Berühren berührt!...

…ist wohl der beste Einstieg für ein Playdoyer für die zärtlichste Form der Sexualität. Die Sehnsucht nach Berührung ist so alt wie die Menschheit selbst. Und nicht nur Menschen wollen berührt werden, unsere nächsten Verwandten, die Menschenaffen, zeigen ganz ähnliche Verhaltensmuster. Denken Sie an die „berührenden“ Bilder einer Orang-Utan-Mutter, die ihr Kleines stillt oder die Äffchen im Zoo, die sich lausen. Der taktile Reiz, eben das Berühren der Haut schafft Emotionen, berührt also die Seele. Das Wort “Berühren“ hat nicht umsonst diese übertragene Bedeutung, das Berühren der Seele, das Schaffen von Emotionen.

„Ich berühre Dich!“ beschreibt das rein mechanische Berühren mit der Hand, aber auch das Erreichen der Herzens. Man ist berührt, wenn man berührt wird, da will man etwas sagen, da meint man etwas“.

Bild: Jede Berührung (durch einen gelibeten Menschen) wird auf der haut angenehm empfunden, erreicht   aber auch die emotionale Ebene. Die zärtliche Berührung sagt "Ich liebe Dich!". © martinlee - Fotolia.com

 

Die Haut ist durchsetzt mit tausenden von Sinneszellen, die den mechanischen Reiz in elektrische Impulse umsetzen und an das Gehirn melden. Ist die Berührung unerwünscht wird Stresshormon freigesetzt, empfindet man sie als angenehm, schafft sie Vertrauen. So unromantisch es klingen mag, auch „Vertrauen“ hat ein biologisches Äquivalent, das Hormon Oxytocin. Oxytocin ist das Vertrauenshormon, es schafft Bindungen und positive Emotionen gegenüber Menschen.


Oxytocin, das Bindungshormon

Vertrauen ist zwar ein Begriff aus der Psychologie, doch wie alle psychischen Phaenomene hat auch er ein biologisches Äquivalent: das Oxytocin.

Taktile Reize führen bei Männern und Frauen zur Freisetzung großer Mengen von Oxytocin aus der Hypophyse. Versuche haben gezeigt, dass dieses Hormon Vertrauen in andere Menschen schafft, ohne die generelle Risikobereitschaft zu erhöhen. Es hemmt das Stresshormon Cortisol und führt so zu größerer Bereitschaft, Konflikte in Frieden zu lösen.

Oxytocin hemmt nicht nur das Stresszentrum sondern auch das Kritikzentrum im Frontalhirn, es ist also das biologische Äquivalent zur „rosaroten“ Brille. Wir wussten immer schon, dass Liebe blind macht (Shakespeare), jetzt wissen wir auch warum.

Zärtlichkeiten führen also an Männern und Frauen zur Freisetzung von Oxytocin. Dies schafft Vertrauen, entstresst und lässt sogar die Schwächen des geliebten Partners in einem guten Licht erscheinen.

So einfach ist das: Berühren Sie sich!


Berühren ist Sexualität

Es ist ein Paradigma der Sexualmedizin, dass der Mensch ein soziales Wesen ist. „Sozial“ heißt hier, dass er kein Einzelgänger ist, sich in der Gruppe am wohlsten fühlt und versucht, die verschiedenartigsten Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. „Beziehungslosigkeit macht krank“, ist ein weiteres Paradigma der Sexualmedizin, denn nur in der Beziehung ist der Mensch in der Lage, seine psychosozialen Grundbedürfnisse nach Vertrauen, Nähe und Geborgenheit zu befriedigen. Eines der wichtigsten Instrumente zur körperlichen Umsetzung von Liebe ist die Berührung des geliebten Partners, mit der Hand, mit dem Mund oder mit dem gesamten Körper. Auch „Kuscheln“ ist Berührung, ist Sexualität.


Berühren ist ganz besonderer Sex

Vor allem Männer neigen dazu, das breite Repertoire der Sexualität auf Penetration und Orgasmus zu reduzieren. Der gute Sex, der feurige Liebhaber misst sich am erfolgreichen Orgasmus. Ein verhängnisvoller Irrtum, der viele Männer zu „Versagern“  macht und Sex zum Leistungssport degradiert.

Haben Sie heute schon Sex gehabt? Nein? Schade! Oder doch? Sie haben sich doch heute schon berührt? Das Kuscheln vor dem Aufstehen, die eine oder andere Berührung im Badezimmer oder ein begehrliche Blick in der Küche?

Grundsätzlich ist alles Sex, was Sie nur mit Ihrem Partner machen, was Ihrer Partnerin vorbehalten bleibt,…und das beginnt sicher schon bei der Berührung.

Im Unterschied zum reinen Koitus meint man mit zärtlichen Berührungen immer den Partner oder die Partnerin und weniger sich selbst. Berühren ist heterozentrisch, damit möchte man in erster Linie dem Partner etwas Gutes tun, ganz abgesehen, dass es die Sinne beflügelt und das Vertrauen darin nährt, dass man zusammen gehört.

Eine positive Beziehung lebt viel mehr vom Kuscheln als vom Koitus. In der Berührung spiegelt sich die Liebe. Sex ohne Liebe kommt sehr gut ohne Kuss und ohne Berührung aus.


Nicht jede Berührung muss zum Orgasmus führen

Der Mythos, dass jede Berührung der Auftakt für Sex sein müsse, stellt sich schnell als kontraproduktiv heraus, auch wenn er weit verbreitet ist. Das würde nämlich bedeuten, dass keine Lust auf Sex auch keine Lust auf Berühren heißen würde und das ist ein sicherer Trugschluss. Von diesem Mythos sollten sich gute Liebhaber schon längst befreit haben.

Wir leben in einer übersexualisierten, aber untererotisierten Welt! Berühren und Berührtwerden ist mehr als Sex, das ist Erotik, da geht es nicht um Orgasmus, sondern um Genießen und Begehren! Wie oft sehnt man sich nach Nähe, nach Geborgenheit, nach Berührtwerden, ohne  Lust auf „richtigen“ Sex zu haben!

Ein guter Liebhaber merkt sehr schnell, worauf seine Partnerin Lust hat und er bedrängt sie nicht. Guter Sex richtet sich nach Bedürfnissen und nicht nach selbst auferlegtem Leistungsdenken.

Koppeln Sie sich ab! Genießen Sie das Zusammensein mit Ihrer Liebe, gehen Sie es langsam an, erforschen Sie die Bedürfnisse ganz behutsam und beschränken Sie sich auf das, wozu beide bereit sein.

Diese Form des Zusammenseins fördert das Vertrauen, festigt die Beziehungsbindung und macht aus Ihnen Beiden ein glückliches Pärchen.

Berühren fördert die Beziehungszufriedenheit.


Berührung heilt!

Berührungen schaffen ein Klima des Vertrauens, signalisieren ohne Worte „Ich bin für dich da“ oder „Du bist nicht allein“.

Berührungen sagen auch „Ich mag Dich!“ oder vielleicht sogar „Ich liebe Dich!“, das hängt von der Art und auch vom Ort der Berührung ab….

Der Mensch strebt ein ganzes Leben nach Akzeptanz, nichts ist ihm so wichtig wie „akzeptiert“ zu werden, und zwar so, wie er ist. „Um geliebt zu werden brauche ich mich nicht zu ändern“, das ist der Inbegriff der wahren Liebe. Nicht umsonst heißt    „akzeptiert“ zu werden so etwas wie „empfangen werden“…. Wie aber kann man „Akzeptanz“ besser ausdrücken, als durch Berührung?

Berührung ist das Gegenteil von Einsamkeit!


Berührung ist das Gegenteil von Einsamkeit

Wie groß die Sehnsucht nach Berührung ist, wie sehr ausbleibende Berührungen vermisst werden, kann man daran erkennen, dass Menschen versuchen, sie bewusst herbei zu führen. Da ist einmal der bei Männern und Frauen gleichermaßen vorhandene Wunsch nach Beziehung, innerhalb der taktile Begegnungen gelebt und auch erwartet werden können. Beziehungen leben von der Berührung viel mehr als vom Sex. Wenn der Wunsch nach einer Beziehung nicht erfüllbar ist, müssen nicht selten Ersatzhandlungen die fehlenden taktilen Reize ersetzen. Davon profitieren Masseure, die unter dem Vorwand eines Gesundheitsdefizites aufgesucht werden, aber auch Ärzte, die ihre Patienten bei der Untersuchung berühren müssen. Viele Arztbesuche sind durch das „Untersuchtwerden“ motiviert, eine Erfahrung, die jeder Arzt gemacht hat.

Manchmal werden aber auch Ersatzhandlungen gewählt, die die sexuelle Selbstbestimmung eines Menschen verletzen und daher verboten sind. Da holt sich jemand Berührungen ohne das Einverständnis des „Partners“, eine klassische Paraphilie. Ich denke hier an Toucheurismus oder Frotteurismus, bei denen gestreichelt oder berührt wird, ohne dass dies vom Berührten gewünscht oder akzeptiert wird. Die besten Gelegenheiten hierfür bieten große, dicht gedrängte Menschansammlungen in Warteschlangen oder bei Großveranstaltungen.


Berühren und political correctness
Die moderne Leistungsgesellschaft schafft ein Klima des Materialismus und der Lieblosigkeit und macht auch nicht halt vor einer Tabuisierung der „Berührung“. Sie setzt sich dabei über jahrmillionenalte Bedürfnisse hinweg. Nicht berührt zu werden führt zum Gefühl der Einsamkeit und Einsamkeit macht krank.

Wir leben in einer Zeit, in der aufmunterndes Schulterklopfen als sexuelle Belästigung interpretiert wird und daher ist es kein Wunder, dass wir uns weniger als früher in die Arme nehmen.

Doch es gibt einen Ausweg: denken Sie an das schunkelnde Volk der Festzeltgäste und die ausgelassene Stimmung auf alkoholreichen Parties. Jawohl der Ausweg aus dem Dilemma heißt Alkohol oder auch immer mehr "klassische Drogen (!), sie enthemmen und lassen uns so sein wie wir sind: Wesen auf der Suche nach Berührung.

 

 
 
 
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