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5. Störung der sexuellen Präferenz

Paraphilien (zu deutsch die „danebenliegende Liebe“) sind ein zutiefst männliches Thema, so wie die Störungen der sexuellen Fortpflanzung ein weibliches sind. Theoretisch kann man davon ausgehen, dass auch Frauen paraphil sein könnten, praktisch gibt es aber bei keiner Paraphilie eine messbare Größe bei den Frauen, mit Ausnahme beim Masochismus in einem Verhältnis von 20 Männern :1 Frau.

Praphilien können sich richten

1. auf nichtmenschliche Objekte und Körperteile (Fetischismus, Sodomie), sowie auf

2. auf Leiden oder Demütigung, Schmerz oder Erniedrigung seines Partners oder seiner selbst (Masochismus, Sadismus)

2. auf Kinder (Pädophilie) oder nicht einwilligende oder nicht einwilligungsfähige Personen.

 

Pharaphilien sind in der Öffentlichkeit nicht mehrheitsfähig und in der Beziehung kaum konsensfähig. Männer mit paraphilen Erregungsmustern erschrecken meistens ihre Sexualpartnerinnen und stoßen in der Öffentlichkeit auf Ablehnung. Erst aus einer solchen Traumatisierung heraus (das Erlebnis der Ablehnung) entsteht die sexuelle Störung.

„Das Verhalten oder die Bedürfnisse müssen in klinisch bedeutsamer Weise zu Leiden oder Beeinträchtigung in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen führen.“

Dabei sind die meisten Paraphilien primär als keineswegs deviant ein zu stufen, sondern eine weit verbreitete Spielart männlicher Lust. Laut Berliner Männerstudie beinhalten die sexuellen Phantasien von fast 60 Prozent aller Männer paraphile Inhalte. Die Paraphilie ist die Störung der sexuellen Präferenz, sie muss per se keine strafbare Handlung darstellen. Sollte daraus eine strafbare Handlung werden spricht man nicht mehr von Paraphilie, sondern von Dissexualität (Punkt 6 des Spektrums der sexuellen Störungen).

Im Folgenden sollen die Paraphilien kurz skizziert werden.


1.1          Transvestitischer Fetischismus

Wenn ein Mann die Kleider des anderen Geschlechts trägt stellt er sich dabei vor, sowohl das männliche Subjekt als auch das weibliche Objekt zu sein. Der transvestitische Fetischismus ist ein häufiges Thema in der Sprechstunde des Sexualmediziners. Ratsuchende sind meist nicht die Patienten selbst, sondern deren Partnerinnen, die manchmal zufällig, manchmal auf Grund bewusst gelegter Indizien die Neigungen ihres Partners erkennen.

 

1.2 Fetischismus

Fetischismen richten sich auf nichtmenschliche Objekte (Unterwäsche, Stiefel, Schuhe, auch: Gerüche) oder Körperteile (Füße).

So harmlose sich häufig Fetischismen darstellen, so schwierig scheint es zu sein sie innerhalb einer Beziehung leben zu wollen. Sexualpartnerinnen fetischistisch geneigter Männer sind meist überfordert mit der Erfüllung ihrer Wünsche und wenden sich häufig von ihren Partnern ab. Dies ist einer jener Mechanismen, innerhalb der der Fetischismus zur Störung wird. Umgekehrt: findet ein fetischistisch geneigter Mann die "richtige" Partnerin, handelt es sich nicht mehr um eine Störung. 

 

1.3 Masochismus

Beim sexuellen Masochismus wird der reale (nicht virtuelle) Akt der Demütigung oder Submission, dabei häufig das Geschlagen – oder Gefesseltwerden als sexuell anregend empfunden. Partnerlose

Masochisten neigen dazu sich selbst Gewalt anzutun, mit Nadeln zu stechen oder sich elektrische Schocks im Genitalbereich zu zu fügen. Sich in einer Partnerschaft befindliche Masochisten spielen Knechtschaftsinszenierungen und Bestrafungen, oder lassen sich wegen gespielter Aufsässigkeit dazu zwingen wie ein Hund zu kriechen. Eine extreme Spielart ist die Asypyxophilie, bei der mit Atemkontrolle (und sich der dabei einstellenden Hyperkapnie) ein besonderes orgiastisches Erleben erreicht werden soll. Solche Spiele enden nicht immer harmlos.

 

1.4 Sadismus

Als sexuell erregend empfunden werden reale, nicht virtuelle Handlungen, die einem anderen Leiden zufügen. (Fesseln, Auspeitschen, Knebeln, Zufügen von Brandwunden, Anbringen von Wäscheklammern….bis zum Tod).

Das psychoanalytische Motiv für Sadismus ist eine narzistische Wunde, die auf mangelnde Zufuhr mütterlicher Liebe zurückgeht. Sie führt zu Wut und Aggression gegenüber der versagenden Mutter. Diese sadistische Komponente wird in der Pubertät sexualisiert und damit auf die schuldlose Sexualpartnerin übertragen. („Wenn ich schon nicht geliebt wurde, wenn mir schon Leid zugeführt wurde, dann soll es Dir nicht anders ergehen!“)

In der Praxis zeigt sich, dass in der heterosexuellen Mann – Frau Beziehung kaum Bereitschaft besteht, dererlei Vorlieben aus zu leben. Die sexuelle Praxis verlagert sich in sogenannte „Clubs“, in denen sehr gut bezahlte Prostituierte zur Verfügung stehen.

 

1.5 Voyeurismus

Der Voyeur nimmt große Anstrengungen auf sich und überwindet große Hindernisse um Paare in Intimsituationen zu beobachten. Meist befriedigt er sich dabei selbst. Dies ist das  Wesentliche an seiner Sexualität.

Voyeur zu sein bedeutet nicht, grundsätzlichen Gefallen an der Darstellung von Sexualität zu finden. Die visuelle Erotik ist ein fixer Bestandteil überwiegend männlicher Sexualität.

 

1.6 Exhibitionsmus

Exhibitionismus ist genitales Präsentieren als sexueller Endzweck. Aus der panischen Reaktion einer überraschten Frau glaubt der Exhibitionist Anerkennung für seine genitale Ausstattung erkennen zu können. Die psychoanalytische Erklärung für dererlei Praktiken sind Kastrationsängste.

Exhibitionismus ist nicht das Präsentieren körperlicher Reize zum Zwecke der Anbahnung von Sexualität, hier ist das Kriterium des Endzweckes nicht erfüllt.

 

1.7 Frotteurismus

Frotteure reiben sich oder ihre Genitalien an zufälligen oder zuvor sorgsam ausgewählten Opfern. Sie benützen dafür überfüllte öffentliche Verkehrsmittel oder andere öffentliche Plätze mit großen Menschenansammlungen. In der Sprechstunde beklagen sich Frauen, von „gewissen Männern“ – etwa an der U – Bahnstation regelrecht aufgelauert zu werden. Vermeintlich zufällig stehen sie dann im Waggon dicht neben ihnen.

 

1.8 Toucheurismus

Das österreichische Grapschen ist hiermit gemeint. Jemand, der jemanden Anderen ohne dessen Zustimmung berührt ist ein Toucheur. Toucheurismus findet sich meist unter Alkoholeinfluß auf Betriebsfeiern oder bei anderen ausgelassenen Festivitäten. Anzeigen und Verurteilungen nehmen zu.

 

1.9 Pädophilie

Unter Pädophilie versteht man sexuelle Erregungsmuster auf kindliche, das heißt präpubertäre Körper. Kaum zeigt ein Kind die ersten Zeichen geschlechtlicher Entwicklung endet definitionsgemäß die Pädophilie.

Sie ist wohl das heikelste Thema in der Sexualmedizin und viele Sexualmediziner scheuen sich deshalb, sich dazu zu äußern.

Als Grund hierfür mag der Umstand gelten, dass Kinder involviert sind, die in ihrer Schwäche und Ausgeliefertheit zu Recht den besonderen Schutz der Gesellschaft genießen. Übergriffigkeit an einem Kind zerstört dessen Persönlichkeit und beeinträchtigt dessen sexuelle Entwicklung. Deshalb ist die Pädophilie als sexuelle Praktik zu Recht verboten und muss auch bestraft werden.

Dies alles darf aber nicht zum Anlass genommen werden, eine objektive Sicht der Dinge unmöglich zu machen: die richtige Strategie gegenüber pädophilen Männern ist nicht deren Ausgrenzung (was gar nicht möglich ist, denn laut Berliner Männerstudie haben über 10 Prozent der Männer auf kindliche Körper gerichtete Erregungsmuster), sondern deren Behandlung, noch bevor sie delinquent geworden sind. Ein entsprechendes Projekt läuft sehr erfolgreich an der Charité zu Berlin.

 

Zum besseren Verständnis für den sexualmedizinischen Laien nochmals die Zusammenhänge: die Pädophilie ist eine schuldlos akquirierte sexuelle Präferenz, die sich in Masturbationsphantasien und Tagträumen abspielt. Dies kann weder kriminalisiert noch bestraft werden, da es sich um eine willentlich und therapeutisch nicht änderbare Präferenz handelt. (Man kann niemanden etwas vorwerfen, wofür er nichts kann!“)

Die Behandlung zielt auf eine vollständige Verhaltensabstinenz, die umso eher erreicht werden kann, je früher eine Behandlung begonnen wird. Jedenfalls muss eine solche Behandlung vor einer Viktimisierung eines Kindes begonnen werden.

Man muss daher Männer mit entsprechenden Neigungen ermuntern sich rechtzeitig in Behandlung zu begeben.

 

1.10 Multiple Störungen der Sexualpräferenz (Polyparaphilie)

Es gibt natürlich auch Männer, deren Erregungsmuster mehrere paraphile Präferenzen beinhalten.

 

 
 
 
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