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Die danebenliegende Liebe - "Paraphilien"

Quellenangabe: die wiisenschaftliche Grundlage für die folgenden Abhandlungen entstammen folgender Publikation: Ahlers Ch. J., Schaefer G. A., Beier K. M. (2005): Das Spektrum der Sexual­störungen und ihre Klassifizierbarkeit in DSM-IV und ICD-10. Sexuologie 12 (3/4), S. 120-152.

 

Die Diskussion über "Normalität" oder "Abnormalitäten" in der Sexualität ist wahrscheinlich so alt wie die Sexualität selbst. Und es ist kein Ende abzusehen, denn die Bewertung der Sexualität in "erlaubt" oder "nicht erlaubt" erfolgt in einem gesellschaftlichen Konsens vor einem sich zeitlich verändernden soziokulturellen Hintergrund. Jede Gesellschaft macht sich ihre eigenen Regeln, deshalb kann man auch gar keine allgemein gültigen Normen aufstellen. Der Konsens, der bei uns Gültigkeit hat, ist in anderen Kulturen verpönt, umgekehrt gibt es gerade bei uns Restriktionen, die es anderswo nicht gibt.

Die hier widergegebene Meinung entspricht der gültigen Lehrmeinung in einer europäischen Demokratie westlicher Prägung. Mir ist bewusst, dass meine Ausführungen nur in diesem Kontext ihre Berechtigung haben.

 

Dieser Kontext bedeutet de facto: Sexualität ist dann erlaubt, wenn

1. Niemand dabei zu Schaden kommt und

2. die sexuelle Selbstbestimmung nicht verletzt wird (Sozialität - Dissozialität). Dies ist insofern neu, als auch bei uns in konservativen Kreisen immer noch von einer "ehelichen Pflicht" die Rede ist. Eine solche ist nach unseren Regeln, den Regeln der von mir vetretenen Sexualmedizin, nicht denkbar.

Eine 3. Regel erscheint mir nicht minder wichtig: Sexualität darf es nur zwischen zwei gleich starken Partner geben, denn nur dann ist der Konsens der Freiwilligkeit auch legitim. Diese Regel dient vor allem dem Schutz "unterlegener" Personengruppen, z.B. von Kindern.

Das beste Beispiel ist wohl die Beurteilung der Homosexualität, die "über Nacht" von einem Strafrechtsdelikt zu etwas "Erlaubtem" wurde. Selbst in westlichen Demokratien bestenfalls toleriert, jedenfalls noch lange nicht akzeptiert, steht darauf in vielen Staaten immer noch die Todesstrafe. Und auch in unseren Breiten sollte man sich noch nicht zu sicher fühlen, denn der aus Amerika herüberschwappende Konservativismus beginnt bereits wieder Homosexualität zu "heilen".

Der Vergleich mit der strafrechtlichen Relevanz der Homosexualität bietet sich an, weil er leicht verständlich ist, ich weise aber ausdrücklich darauf hin, dass Homosexualität aus der Sicht der modernen Sexualmedizin keine Paraphilie (mehr) ist, aber eben früher war.

Doch zurück zum eigentlichen Inhalt dieses Kapitels, der "abnormen Sexualität". "Abnorm" kann hier allenfalls bedeuten, nicht den Erregungsmustern der Durchschnittsbürger zu entsprechen. "Abnorme" Sexualität oder besser die "daneben liegende Liebe", der wörtlichen Übersetzung von "Paraphilie", kann aber durchaus legitim sein. Wie gesagt, solange niemand einen Schaden nimmt und auch niemand in seinem Selbstbestimmungsrecht verletzt wird.

Paraphilien sind nicht "abnorm" im bewertenden Sinne, sondern nur im beschreibenden.

Paraphilien sind in der Öffentlichkeit nicht mehrheitsfähig und in der Beziehung kaum konsensfähig.

 
 
 
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