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BlasencarcinomBlasencarcinome kommen bei Männern und Frauen vor und sind nicht selten. In Deutschland gibt es etwa 15 000 pro Jahr, für Österreich kenne ich die Zahlen nicht, doch da wir 10% der Einwohner von Deutschland haben, werden es wohl 1500 sein.
Die meisten der an meinen Patienten diagnostizierten Blasenkrebse mussten nicht operiert werden, sondern wurden mit Chemotherapie behandelt und auch geheilt. Auch solche Patienten sind verunsichert, die Diagnose "Krebs" wird nicht so leicht verkraftet, doch kommt es meistens zu nicht andauernden Irritationen der Psyche oder der Sexualität.
Ganz anders ist dies bei denjenigen Patienten, die sich einer Operation unterziehen müssen. Die radikale Entfernung der Harnblase macht es erforderlich, den Harn durch die Bauchwand abzuleiten. Dies ist ein schwerer Eingriff in das äussere Erscheinungsbild eines Patienten, seine sexuelle Identität bleibt davon nicht unberührt (die "Sexuelle Identität" beschreibt das Selbstbild der eigenen sexuellen Ausstrahlung).
Neben diesen psychischen Belastungen kommt es noch zu funktionellen Störungen, denn Durchblutungsstörungen führen zu Erektionsverlust und auch bei Frauen zu sexuellen Störungen. Patienten mit operationsbedürftigen Blasencarcinomen brauchen eine Begleitung ihres Krankheitsbildes durch einen Sexualmediziner, der sich um die Sexualität in der Beziehung, aber auch um die Beziehung selbst kümmert.
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