| |
 |
|
 |
GebärmuttercarcinomEs gibt 2 Arten von Krebserkrankungen, die an der Gebärmutter auftreten.
1. Der Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumcarcinom) Dieser Krebs der Gebärmutter ist der häufigste Unterbauchkrebs der Frauen. In Österreich liegt die jährliche Erkrankungsrate bei etwa 23 Frauen pro 100 000 Einwohnern. Am häufigsten tritt diese Art von Krebs in der 7. Lebensdekade auf, das ist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr. Bis zum "Wechsel" erneuert sich die Gebärmutterschleimhaut bei der monatlichen Mestruationsblutung, dies ist der Grund warum dieser Krebs vor der Menopause weniger häufig ist.
Der wichtigste Risikofaktor ist ein Zuviel an weiblichen Sexualhormonen, deshalb fördert eine Östrogenbehandlung die Entstehung von Gebärmuttercarcinomen. Auch Übergewicht ist ein erheblicher Risikofaktor, denn Übergewicht erhöht ja auch das Östrogenaufkommen im Körper einer Frau. Die Einnahme der Pille vermindert das Risiko für diese Krebsart, weil die Pille die Ostrogensynthese im Eierstock vermindert.
Die meisten Fälle (etwa 90%) von Gebärmutterschleimhautkrebs können geheilt werden. Das ist ein Verdienst der Früherkennung, konkret des Umstandes, dass auch Frauen, die sich gesund fühlen regelmäßig zum Frauenarzt gehen.
Für die Sexualität spielt ein geheilter Gebärmutterkrebs eine geringe Rolle. Wenn die Gebärmutter entfernt ist und die Operation gut vorübergegangen ist, gibt es keine Einwände gegen die Aufnahme eines normalen Sexuallebens. Es gibt diesbezüglich bei hysterektomierten (so nennt man es, wenn die Gebärmutter entfernt ist) Frauen keine Einschränkungen, da die Eierstöcke von einer solchen Operation nicht betroffen sind. Die hormonelle Ausstattung der Frau wird daher nicht beeinflusst.
2. Der Gebärmutterhalskrebs (Cervixcarcinom) Dieser Krebs tritt am Übergang von der Scheide zur Gebärmutter auf, "Cervix"-Carcinome werden daher auch als Gebärmutterhalskrebs bezeichnet. Der wichtigste Risikofaktor ist häufiger Partnerwechsel beim Sex, denn dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau sich mit dem HPVirus ansteckt, ein Virus, das sexuell übertragen wird und Entzündungen und schliesslich Krebs verursacht.
Wenn eine Frau regelmäßig zum Frauenarzt geht, ist diese Form von Krebs fast zu 100% heilbar. Auch dies ist ein Vedienst der Früherkennung. Neuerdings gibt es eine Impfung degen das HP-Virus, die bei ganz jungen, noch jungfräulichen Mädchen angewendet werden muss. Es ist keine Impfung gegen Krebs, sondern gegen eine Virusinfektion, da dieser Infekt aber zu Krebs führen kann, sagt man diese Impfung verhindere Krebs. Die Behandlung eines Gebärmutterhalskrebses beseht aus einer teilweisen Entfernung des Gebärmutterhalses (Konisation).
Auch Cervixcarcinome stellen kein Hindernis für Sexualität dar. Nach erfolgter und erfolgreicher Operation ist normaler Sex möglich.
|