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Syndyastische Sexualtherapie - was ist das eigentlich?

Der Mensch ist ein Beziehungswesen. Nichts ist so wichtig für das Lebensglück wie eine glückliche Beziehung,  - wie auch immer der Einzelne Beziehung interpretieren und gestalten mag.

Dies beweisen zahlreiche Indizien: Männer und Frauen in Beziehungen sind weniger häufig krank, haben die höhere Lebenserwartung und attestieren sich selbst die bessere Lebensqualität.

 

Die Bedeutung einer Beziehung für das Lebensglück ist begründet durch das Erfordernis von Intimität für die Erfüllung der psychosozialen Grundbedürfnisse.  Wir alle sind beständig auf der Suche nach Akzeptanz, Geborgenheit, Vertrauen, das Gefühl der Zusammengehörigkeit ohne Aufgabe unserer Autonomie. Die Erfüllung der psychosozialen Bedürfnisse gelingt am besten – oder sogar ausschließlich - innerhalb von Beziehungen, deren wichtigste Kommunikationsform die Sexualität ist.

 

Die Bedeutung der Sexualität innerhalb der Beziehung besteht beim Menschen primär in der Kommunikation und nicht in der Fortpflanzung. Sexualität als Kommunikationsform zu verinnerlichen ist von zentraler Wichtigkeit um die komplexen Zusammenhänge zwischen Beziehung und Sexualität zu verstehen. Zudem ist Sexualität nicht irgendeine Form der Kommunikation, sie ist die wichtigste, weil intimste und leidenschaftlichste Form der Kommunikation. Das erklärte Ziel von Sexualität ist dabei keinesfalls der Orgasmus, sondern der Transport von Liebe und Begehren. Mit Sexualität sagt man „ich liebe und begehre Dich“ und wie könnte man Liebe und Begehren besser ausdrücken als durch intimes Zusammensein?

Die von mir propagierte Sexualität definiert sich als „intimes Zusammensein“ und reduziert sich nicht auf den Geschlechtsverkehr. Dies entspricht eher den wahren Bedürfnissen des Menschen, die psychosozialer Natur sind, und kommt  dem Wunsch nach erfüllter Sexualität bis ins hohe Alter entgegen. Ganz grundsätzlich wird die Bedeutung des Orgasmus für das Gelingen einer Beziehung ebenso überschätzt wie jene von Zärtlichkeit unterschätzt wird.

 

Somit schließt sich der Kreis: die wichtigste Voraussetzung für das Lebensglück ist eine glückliche Beziehung, die wichtigste Voraussetzung für eine glückliche Beziehung ist sexuelle Zufriedenheit. Somit ist auch Beziehung und Sexualität nicht zu trennen: wann immer von Beziehung die Rede ist, spricht man eigentlich von Sexualität; - und natürlich umgekehrt.

Leider ist auch dieser Zusammenhang nicht allen bewusst. Auf die Frage was denn Beziehung mit Sexualität zu tun hätte, werden häufig widersprüchliche Antworten gegeben, etwa dass Sexualität überhaupt nichts mit Beziehung zu tun hätte oder gar, dass Sexualität und Liebe getrennt werden müsse. Beide Ansichten stellen sich bei näherer Betrachtung als falsch heraus und widersprechen dem syndyastischen Beziehungsbild.

 

Beim syndyastischen Beziehungsbild  handelt es sich um die „innere Programmierung des Menschen auf Bindung auf Basis biologischer Vorgänge (Zitat: Quelle siehe unten)“. Die Biologie besteht aus der neuroendokrinologischen Verknüpfung zwischen Bindung und Beziehung; hier geht es um Hormone, Neurotransmitter, Neuronen und Sexualzentren, das Psychosoziale beschreibt die gute zwischenmenschliche Beziehung als Grundlage für Lebensglück. Über sexuellen Körperkontakt als Form der Kommunikation psychosoziale Grundbedürfnisse erfüllen zu können, ist der rationale Hintergrund der „Syndyastischen Sexualtherapie“. Die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse ist von existenzieller Bedeutung für alle Menschen und Intimität kann sie auf intensivste Weise möglich machen, weshalb die Verbesserung der intimen Kommunikation in den Mittelpunkt therapeutischen Bemühens rückt.

 

Um ihre Ziele zu Erreichen, nämlich ein Paar glücklich – sexuell zufrieden - zu machen,  verfolgt die syndyastische Sexualtherapie verschiedene Praktiken, die sich von den üblicherweise gepflogenen ärztlichen Interventionen grundlegend unterscheiden. Das Ziel ist die Erfüllung der psychosozialen Grundbedürfnisse statt einer Wiederherstellung von Sexualfunktionen . Statt einer symptomatischen Therapie defizienter Sexualfunktionen kommt es zu einer ganzheitlichen Intervention prinzipiell mit dem Paar. Die syndyastische Sexualtherapie funktioniert nur paarweise, weil ja Sexualität nur paarweise funktioniert. Statt „Stufenprogramm“ mit „Endziel“ und statt „Therapieerfolg am Ende der Übungsschritte“ gibt es einen Therapieerfolg von Anfang an, denn das Ziel ist nicht der Orgasmus, sondern die Erfüllung der psychosozialen Grundbedürfnisse. Dies kann bereits ganz ohne genitale Interaktion gelingen.

 

Die syndyastische Sexualtherapie erweist sich im sexualmedizinischen Alltag als außerordentlich erfolgreich, stellt aber auch an den Therapeuten besondere Ansprüche. Die größte Hürde wird wahrscheinlich die Identifikation mit dieser Art der Therapie sein, das Erlernen einer geeigneten  Gesprächsführung, - weg vom Experten, hin zum naiven Forscher - , und die zeitmäßige Umsetzung.

Wie viel einfacher und zeitsparender ist es, eine Tablette zu verschreiben als eine syndyastische Sexualtherapie durch zu führen!

Weil aber das wichtigste Geschlechtsorgan des Menschen das Gehirn ist und nicht die Genitalien, stellt sich die syndyastische Sexualtherapie meist als die bessere Methode heraus. Primäres Ziel ist, ein Paar glücklich zu machen und nicht, eine Erektion wieder her zu stellen.

 

Quelle: Beier, Bosinski, Loewit: Sexualmedizin

 

Dr. Georg Pfau

 
 
 
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