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Die Lustpille

Zwei Mal hat die US-Arzneimittelbehörde das „Viagra für Frauen“ durchfallen lassen, jetzt endlich hat die Lustpille die Zulassung erhalten. Die FDA billigte die Substanz „Flibanserin“, die die weibliche Lust im Bett steigern soll.

Was als „Viagra für Frauen“ die Runde machte, ist natürlich nicht dasselbe und wirkt vollkommen anders als das altbekannte „Viagra für Männer“. Das Männer-Viagra ist eine gefäßaktive Substanz. Sie erweitert die Gefäße und verbessert die Durchblutung des Schwellkörpers, wodurch es zu einer Verbesserung der Erektion kommt. Das Männer-Viagra hat keine Wirkung auf die Sexualzentren des Gehirns, wirkt also in keiner Weise luststeigernd. Mit dieser Tablette ist es daher nicht selten passiert, dass Männer eine Erektion hatten, Lust auf Sex hatten sie aber noch lange nicht.

 

Viagra war und ist ein Riesenerfolg für die Pharmabranche. Das ist nicht weiter verwunderlich, gilt doch die Erektionsstörung als die häufigste sexuelle Störung bei Männern.

Ganz anders bei den Frauen: das Hauptproblem in der weiblichen Sexualität ist die (als defizitär wahrgenommene) verminderte Lust auf Sexualität, im Fachjargon als „Hypoactive Sexual Desire Disorder (HSDD)“ bezeichnet.

Die im Vergleich zu den Männern verminderte Lust bei den Frauen ist ein häufiges Thema in der sexualmedizinischen Sprechstunde. In den allermeisten Fällen ist es aber vollkommen normal, dass Frauen weniger oft „wollen“, die Begründung hierfür liegt wohl in der unterschiedlichen Ausstattung der beiden Geschlechter mit Hormonen.

Während Männer täglich über große Mengen des Lusthormons Testosteron verfügen, steigt der Wert dieses Hormons bei den Frauen erst unmittelbar vor dem Eisprung an um dann schnell wieder in den Keller zu fallen.

 

Und hier liegt die Gefahr bei dem neuen Medikament: alleine seine Existenz kann Frauen unter Druck setzen. Ich stelle mir schon die vielen in ihrer Sexualität unterforderten Männer vor, die das neue Medikament als Chance sehen, ihre Frauen dorthin zu bringen, wo sie sie schon immer haben wollten. Nämlich:  „allzeit bereit“ zu sein. Sie werden ihre Partnerinnen drängen neben der Verhütungspille auch noch die Lustpille zu nehmen.

Zweifelsohne wird dieses Medikament zu einer weiteren Leistungssteigerung „im Bett“ führen, einer Tendenz, die in unserer Gesellschaft die Sexualität nicht beflügelt, sondern eher zerstört.

Auch diese „Pille“ wird - wie schon die Verhütungspille - die Frauen nicht „befreien“, sondern sie unter Druck setzen.  Mir graut schon heute vor den Begehrlichkeiten der Männer, ihren Frauen die Lustpille zu geben, wenn sie nicht so wollen, wie sie wollen.

 

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