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Vorsicht vor Müttern

Vorbemerkung: ein aufmerksamer Leser meiner Homepage hat die Überschrift dieser Kolumne "Vorsicht vor Müttern" als "reisserisch" empfunden und angregt, statt "Vorsicht vor Müttern" besser "Vorsicht vor Eltern" zu schreiben.

Nun: ich verstehe diesen Einwand, denn - natürlich - gibt es auch Väter, die ihre eigenen subjektiven Vorstellungen von Sexualität zum Maßstab machen, was den Kindern erlaubt sein kann. Doch diese Väter habe ich bisher nicht kennengelernt - wahrscheinlich weil Väter eher die Sexualität ihrer Töchter reglementieren versuchen als die ihrer Söhne.

Als Männerarzt  bin ich dafür aber sehr häufig mit Müttern konfrontiert, die sich in übergriffiger Weise in die Sexualität ihrer Söhne mischen. Hier geht es um Reinlichkeitskontrollen bei postpubertären jungen Männern bis hin zum Masturbationsverbot.

Ich möchte daher doch bei diesem Titel bleiben.

Nun aber zur eigentlochen Story:

 

Sommer 2015. Ein 16 jähriger Jüngling – David -  lernt im Schwimmbad ein gleichaltriges Mädchen kennen. Die beiden mochten sich von Anfang an, es ist also nicht weiter verwunderlich, dass aus der flüchtigen Bekanntschaft sehr schnell eine Freundschaft wurde und aus der Freundschaft eine Beziehung, und dass die beiden nicht minder schnell im Bett landeten. Wie gesagt, nicht weiter verwunderlich, jeder Mensch sehnt sich nach Liebe. Und: warum auch nicht?

 

David hatte schon seine Erfahrungen.  Er war die treibende Kraft bei dieser Beziehung und ist – gelinde gesagt – sexuell sehr einfallsreich. .

Das Mädchen – Nina – war noch unerfahren, hatte noch nie eine Beziehung gehabt. Für sie war das alles Neuland. Nur weil sie sich Hals über Kopf verliebte ließ sie sich so schnell auf David ein und versuchte den Wünschen ihres Lovers zu entsprechen.

 

Diese Wünsche waren alles andere als alltäglich, sie waren „außergewöhnlich“, jedenfalls in den Augen von Ninas Mutter, die nämlich die Entwicklung rund um ihrer Tochter Beziehung mit distanziertem Argwohn beobachtete.

Sie war der Meinung, dass Nina für eine Beziehung zu jung war und vor allem noch nicht reif genug für Sexualität. Die Mutter beschloss daher, die ihr übertragene Sorgepflicht ernst zu nehmen. Eines abends, als Nina bereits selig schlummerte, „besorgte“ sie sich Ninas Handy und begann es auf verbotene Inhalte zu durchforsten.

 

Nina und David wohnten nicht zusammen. So kam es, dass die Beiden sich stundenlang per WhatsApp unterhielten, und nicht nur übers Wetter. Das ist heute so, das Handy ist ein wichtiger Bestandteil sozialer Kontakte geworden, man telephoniert nicht nur damit, man sms-t, man snap-chattet, man postet und noch vieles mehr. Genauso war das bei David und Nina.

Wie sich später herausstellte, ortete die Mutter 1400 Messages auf WhatsApp, in denen es meistens rund um Sex ging. David, wie schon gesagt der einfallsreichere von beiden, schrieb seiner Freundin was er denn am nächsten Tag mit ihr so vorhätte. Und da ging es nicht nur um Blümchensex. Ein bisschen Sadomaso war da auch dabei,

und das war in den Augen von Ninas Mutter noch lange nicht das allerschlimmste.

 

Die Mutter traute ihren Augen nicht was sie da zu lesen kriegte. Was dieser junge Mann mit ihrem Mädchen alles so anstellte hatte selbst sie – die reife Frau – noch nicht erlebt.

Mit Hilfe des Vaters wurde der ganze Chatverlauf ausgedruckt und zu Papier gebracht.

Nina wurde zur Rede gestellt und jeder Kontakt zu David wurde ihr verboten.

Zuletzt verständigte Ninas Mutter Davids Eltern, schickte ihnen eine Abschrift des Chatverlaufes und beschimpfte sie ob ihres perversen Sohnes.

 

Davids Eltern waren ratlos. Einerseits wussten sie, dass sie gar nicht das Recht hätten sich in die Sexualität ihres heranwachsenden Sohnes ein zu mischen, andererseits wurde ihnen der Vorwurf gemacht, die Eltern eines Perversen zu sein.

Was war zu tun?

 

Wie durch eine Eingebung reagierten sie vorbildlich. Sie wendeten sich an einen Fachmann – nämlich mich- und baten mich, sich ihres Sohnes an zu nehmen.

Die Frage war: ist etwas Unrechtes geschehen oder nicht?

 

David kam zu mir in die Sprechstunde. In einem langen Gespräch wurde die gesamte Beziehungsgeschichte erörtert, wir sprachen lange über die Sexualität zwischen diesen beiden jungen Menschen und zu guter Letzt bekam ich den gesamten Ausdruck aus der WhatsApp – Konversation zu lesen. Ich kam zu dem Schluss dass nichts Unrechtes geschehen ist. Gerade der Chatverlauf bewies, dass nichts ohne Ninas Einverständnis passiert ist. Ganz im Gegenteil: Nina war hingerissen ob der Qualitäten ihres ersten Lovers und strotze vor Neugier.

 

Mein Urteil fiel dementsprechend aus. Die beiden jungen Leute hatten nichts falsch gemacht, wohl aber Ninas Mutter.

 

Sie mische sich in nicht angemessener Weise in das Sexualleben ihrer Tochter, wertete deren Sexualität und verbot ihr den Kontakt zu David.

Sie desavouierte die Sexualität ihrer Tochter als abnormal und belastete sie damit für den Rest ihres Lebens.

Schade um Nina!

 

Anderer Meinung? Schreiben Sie mir! 

 

Dr. Georg Pfau; Sexualmediziner

 

 
 
 
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